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Auf dieser Seite finden Sie folgende Themen:
• Anzucht und Pflege von Tomaten
• Anzucht und Pflege von Chili und Paprika


Anzucht und Pflege von Tomaten
Vorbereitung
Es sollte mit der Überlegung angefangen werden, welche und vor allem wie viele Tomaten Sorten angebaut werden sollen, wie viel Platz im Garten, auf Balkon oder Terrasse zur Verfügung steht, was für die Aufzucht gebraucht wird und nicht zuletzt woher die Samen kommen.

Aussaattermin
Der beste Zeitpunkt um mit der Aussaat der Tomaten Samen zu beginnen ist Mitte März bis Anfang April. Das sind ungefähr 7 – 8 Wochen bevor die dann kräftigen Pflänzchen ab Mitte Mai ins Freie gepflanzt werden können. Ab dieser Zeit ist in unseren Breiten nicht mehr mit Nachtfrösten zu rechnen.

Aussaat und Keimung
Ausgesät werden kann in normaler Anzuchterde, sie ist nährstoffarm und mit etwas Perlit gemischt, das schützt vor zu starker Verdichtung der Erde und verbessert die Luftdurchlässigkeit.

Das Saatgut sollte nur leicht mit Erde (Dunkelkeimer) bedeckt, etwas angedrückt werden und mit lauwarmem Wasser gegossen werden.

Während der Keimung ist eine konstante Feuchtigkeit (keine näss) und Temperatur von 20 – 25° erforderlich. Dann keimen sie je nach Temperatur und Sorte zwischen 5 und 13 Tagen. Je höher die Temperatur desto schneller die Keimung.

Sind die Samen dann gekeimt und die Keimblätter da, kann man mit der Temperatur deutlich runter gehen, so härten die Pflänzchen schon etwas ab. Ab jetzt ist es sehr wichtig dass sie genügend (Sonnen) Licht bekommen, anfangs aber auch kein pralles Sonnenlicht. Bei zu wenig Licht vergeilen die Pflänzchen und sind später anfälliger für Krankheiten.

Weitere Pflege
Sind die ersten Blattpaare zu sehen, ist es Zeit die Pflänzchen in größere Töpfe (evtl. Joghurtbecher) mit guter Erde (Tomatenerde, Blumenerde oder einem eigenen Gemisch aus verschiedenen Sorten) zu pikieren. Hilfreich ist es, wenn die Erde der zu pikierenden Pflänzchen feucht ist, vor allem wenn mehrere Sämlinge im gleichen Gefäß wachsen, die Wurzeln lassen sich dann besser auseinanderziehen. Um das Wurzelwachstum zu fördern und das Pflänzchen zu stärken setzt man die Pflanze bis zu den ersten Blattpaaren in die Erde. Bei gutem Wetter kann man sie schon mal etwas nach draußen stellen, aber nicht vergessen, auch wieder rein holen. Tomaten mögen es nämlich warm und deshalb erst dann ins Freie pflanzen wenn die letzten Nachtfröste vorbei sind. Bei uns ist das meist Mitte Mai. Werden die Tomaten Pflänzchen größer müssen sie evtl. mit einem Stöckchen (z.B. Schaschlik spiss) gestützt werden damit sie nicht abknicken. Ist es dann endlich soweit das sie rausgepflanzt werden können muss darauf geachtet werden das jede Tomatenpflanze genügend Platz für sich hat (auch wenn sie ausgewachsen ist). Sie sollten bis zu den ersten Blattpaaren in die Erde gebracht werden. Hoch wachsende Pflanzen müssen angebunden / gestützt werden. Feuchtigkeit oder Nässe von oben sollte vermieden werden. Stehen die Tomaten im Gewächshaus ist eine regelmäßige Lüftung sehr wichtig.

Wasser
Das wichtigste bei der Bewässerung der Pflanzen ist das sie regelmäßig gegossen werden und nach Möglichkeit in den Morgenstunden. Regenwasser eignet sich am besten. Sie kommen mit viel aber auch mit wenig Wasser aus, nur regelmäßig muss es sein. Nasse Füße mögen sie aber nicht, gerade bei Pflanzen die im Kübel gezogen werden ist darauf zu achten. Zu viel Wasser lässt die Tomate schnell wässerig schmecken. Auch wichtig ist das die Tomatenpflanze nur von unten gegossen wird und die Blätter kein Wasser abkriegen (Krautfäule usw.). Sinnvoll ist es bei Pflanzen die schon größer oder ausgewachsen sind die untern Blätter zu entfernen.

Düngen
Tomaten sind Stärkerer, bedeutet sie brauchen sehr viele Nährstoffe. Wenn düngen dann mit Naturdünger oder Biodünger. In der Wachstumsphase braucht die Tomatenpflanze Stickstoff (N) zur Bildung und Stärkung der Wurzel und des Blattwerkes. Zur Fruchtbildung und Fruchtreife ist Kalium (K) wichtig. Kalium macht die Pflanzen auch widerstandsfähiger gegen Schädlingsbefall. Grundsätzlich gilt aber immer weniger ist mehr.

Sickstoff: Brennesseljauche, Hornspäne
Kalium: Beinwelljauche, Holzasche

Pferdemist, Kuhmist

 


Anzucht und Pflege von Chili und Paprika
Vorbereitung
Anfangen sollte man mit der Überlegung, welche und wie viele Sorten Chili/Paprika angebaut werden sollen, wie viel Platz im Garten, auf Balkon oder Terrasse zur Verfügung steht, was für die Aufzucht gebraucht wird und nicht zuletzt woher die Samen kommen.

Die getrockneten Samen können 1 – 2 Tage in lauwarmen Kamillentee gebadet werden. Der Tee hat eine fungizide (Pilz hemmende) Wirkung. Die Samen werden weicher und quellen etwas auf, Keimzeit und Fähigkeit werden dadurch verkürzt bzw. verbessert. (1 Beutel auf ½ Tasse)

Aussaattermin
Können passende Bedingungen (Wärme, Licht und nachher auch genügend Platz) für die Pflänzchen geschaffen werden, ist es möglich, das ganze Jahr über Chilis/Paprikas auszusäen. In unseren Breiten gestaltet sich das aber eher schwierig, daher empfiehlt es sich so auszusäen das im Sommer bzw. Herbst geerntet werden kann. Der genaue Zeitpunkt ist immer auch Sortenabhängig.

Capsicum annuum: ende Januar – Ende Februar
Capsicum chinense: ende Januar – Ende Februar
Capsicum fructescens: Januar
Capsicum pubescens: Januar
Capsicum baccatum: Dezember

Aussaat bis Keimung
Ausgesät werden kann in normaler Anzuchterde, sie ist nährstoffarm und mit etwas Perlit gemischt, das schützt vor zu starker Verdichtung der Erde und verbessert die Luftdurchlässigkeit.

Das Saatgut sollte je nach Größe des Samens 5mm – 10 mm tief in die Erde (Dunkelkeimer) gebracht, nicht zu fest angedrückt und mit lauwarmen Wasser gegossen werden.

Während der Keimung ist eine konstante Feuchtigkeit und Temperatur von min. 22°C sehr wichtig. Chilis mögen´s warm, je höher die Temperatur desto kürzer die Keimzeit. Bei 27°C beträgt die Keimzeit ca. 12 Tage. Immer aber auch noch ein wenig Sortenabhängig, manche keimen erst nach 25 Tagen. Ist die Erde zu nass, besteht für Erde und Saat die Gefahr des Schimmelbefalls.

Sind die Samen dann gekeimt und die Keimblätter da, kann man mit der Temperatur deutlich runter gehen, das härtet die Pflanzen ab. Ab jetzt ist es sehr wichtig dass sie genügend (Sonnen) Licht bekommen, anfangs aber auch kein pralles Sonnenlicht. Bei zu wenig Licht vergeilen die Pflänzchen und sind später anfälliger für Krankheiten.

Weitere Pflege
Sind die ersten Blattpaare zu sehen, können die Pflänzchen in größere Töpfe mit guter Erde (Blumenerde, Tomatenerde, oder einem eigenen Gemisch aus mehreren Sorten) pikiert werden. Um das Wurzelwachstum zu fördern setzt man sie so tief in die Erde dass die Keimblätter gerade noch etwas aus der Erde schauen. Chilis und Paprikas sind sehr temperaturempfindlich, daher sollte man die Pflänzchen nicht zu früh ins Freie stellen oder pflanzen. Bei Minusgraden oder Temperaturen unter 6°C sollten die Pflanzen unbedingt reingeholt, ins Gewächshaus gestellt oder mit Flies abgedeckt werden. Ganz leichte Minusgrade verträgt nur die Sorte Capsicum pubescens. Am liebsten haben sie einen warmen, sonnigen Platz in Südlage der etwas windgeschützt ist. Zwar lieben sie die Sonne, aber zu starke Sonneneinstrahlung kann Blüten und auch Blätter der Pflanze verbrennen. Besonders gilt dies für den Anbau im Gewächshaus.

Wasser
Eine Wässerung von ein bis zwei Mal in der Woche sollte ausreichen, ist es sehr warm im Sommer sollte evtl. noch mal nachgegossen werden. Um dem Faulen der Wurzeln vorzubeugen sollte die Erde nie zu nass sein. Zu trocken darf es gerade bei Blüten und Fruchtbildung aber auch nicht sein, denn das kann zu Blüten und Fruchtabwurf führen. Lässt man die Erde gerade schärferer Sorten ein wenig (aus-)trocknen fördert man den Schärfegehalt der Frucht, aber Vorsicht, zu lange Trockenheit zerstört die Pflanze. Regenwasser eignet sich am besten zum Gießen der Chilis.

Düngen
Wenn, düngen dann mit Naturdünger oder Biodünger. Bei der Aussaat muss allerdings nicht gedüngt werden. Die Aussaaterde ist humusreich enthält aber nur wenig Dünger, das muss auch so sein denn sonst würden die Sämlinge verbrennen. Werden die Pflänzchen dann das erste Mal in größere Töpfe umgepflanzt, kann in den verschiedenen Phasen mit der jeweils passenden Düngung unterstützt werden. In der Wachstumsphase (also bis zur Blüte) sollte für genügend Stickstoff gesorgt sein, danach ist für die Bildung von Blüte und Frucht genügend Phosphor und Kalium sehr wichtig.



Stickstoff (N) = Blattwachstum, gesundes Wurzelwachstum, bildung der Schärfe (Capsaicin)in der Frucht
Phosphor (P) und Kalium (K) = Fruchtbildung

Hornspäne – Organischer Stickstoffdünger (N)